Steige-Turm oder Schlauch-Turm oder Steiger-Turm?

Schaut man bei Wikipedia nach, findet sich folgendes:
„Der Schlauchturm ist ein oft markantes Zeichen einer Feuerwache oder eines Feuerwehrhauses. Hauptsächlich dient er zum Trocknen von Druckschläuchen nach einem Einsatz. Dies war besonders wichtig, als die Schläuche noch aus Hanf hergestellt waren. Bei den heutigen Materialien aus Kunstfaser ist dies nicht mehr zwingend notwendig, aber immer noch sinnvoll: Bei längerer Lagerung in Schlauchlagern oder auf Einsatzfahrzeugen sollten die Schläuche nämlich trocken sein, um auch die Stauräume schimmelfrei zu halten.
Im Schlauchturm werden die Schläuche in der Mitte mit einem Flaschenzug aufgezogen. So hängen sie gerade und können gut ablüften und damit zumindest äußerlich trocknen. Durch die einheitliche Länge der B-Schläuche von 20 Metern ergibt sich dann eine notwendige Höhe von mindestens zehn Meter zuzüglich der Höhe für den Flaschenzug und die Befestigungen. Hat der Schlauchturm eine Höhe von ca. 30 Metern, können die Schläuche an nur einer Kupplung aufgehängt werden. Der Vorteil ist, dass das Wasser dann auch aus dem Schlauch herausläuft und die Schläuche dadurch auch innen trocknen.
Bei größeren Feuerwehren wird der Schlauchturm zugleich als Übungseinrichtung für Leiterübungen (Hakenleitersteigen) oder Abseilübungen ausgebaut. Es werden auch Anleiterübungen mit tragbaren Leitern oder Drehleiterfahrzeugen durchgeführt. Ist dies der Fall, so wird er in Deutschland auch als Steigerturm bezeichnet.
In erster Linie wurden Steigertürme zum Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts zu Übungszwecken für Feuerwehren im Anstellen und Erklimmen von Leitern, insbesondere zu Rettungs- und Löscheinsätzen, gebaut.“

Dass unser Turm EIGENTLICH „Steigeturm“ (ohne „r“) heißen müsste, ergibt sich aus der Funktion. Aber manchmal prägt die Sprache Begriffe, die nicht so ganz logisch und dafür leichter zu sprechen sind. Und in Berghofen würden einen viele schief ansehen, wenn man „Steigeturm“ sagen würde.

Zum Steigerturm

Mit dem Steiger aus dem Bergbau hat unser Turm übrigens gar nichts zu tun. Wenn die Gaststätte „Zum Steigerturm“ aber dennoch eine Beziehung zum Bergbau herstellt (siehe deren Logo), hat sie damit im speziellen Berghofer Falle gar nicht so unrecht. Denn nur wenige hundert Meter von hier entfernt, oben an der Ehmsenstraße wurde in den 1950er Jahren die Kleinzeche „Gustav“ betrieben.

 

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