„Berghofen – einst und jetzt“

Ein historischer Überblick von Helmut Treude (1915 – 1992) anlässlich der 750-Jahr-Feier Berghofens im Jahre 1979 als Vorbereitung auf die 800-Jahr-Feier 2020

Treude, Helmut - Chroniken

Helmut Treude als Rektor vor der Busenbergschule, um 1976

Am 15. August des Jahres 1229 wurde in dem Kloster Möllenbeck in der alten Grafschaft Schaumburg bei Rinteln an der Weser eine wichtige Urkunde ausgestellt und gesiegelt. Die Äbtissin Kunigunde von Möllenbeck überlässt darin dem Stift Cappenberg bei Lünen die zu ihrem Hof in Aplerbeck gehörenden Höfe zu Heil (südöstlich von Werne) und empfängt dafür ein Haus zu Lore (Lage unbekannt). Zu den Zeugen, die eigens nach Möllenbeck gereist waren, gehörte auch ein Theodoricus de Berghoven (Theodor von Berghofen). Diese Urkunde mit der ältesten Erwähnung des Namens Berghofen hat im Gräflichen Archiv zu Cappenberg die 750 Jahre nach ihrer Ausstellung überdauert und die Berghofer des Jahres 1979 veranlasst, den 750. Jahrestag dieser ersten schriftlichen Erwähnung mit einem Volksfest zu begehen.

[Nachtrag Burkhard Treude 2016: Der Berghofer Historiker Dr. Ingo Fiedler (Verwaltungsratsvorsitzender des Westfälichen Heimatbundes) schreibt in seinem Aufsatz „Berghofens erste Erwähnung“ (Berghofer Blick 3/1993) von einem älteren Dokument, der großen Vogteirolle des Grafen Friedrich von Altena-Isenberg, in dem bereits vor 1220 der Name Berghofen zum ersten Mal erwähnt wird. Deswegen wird die 800-Jahr-Feier Berghofens nicht erst 50 Jahre nach der 750-Jahr-Feier, sondern bereits 2020 stattfinden. Bis dahin möchte „Unsere Mitte Steigerturm e.V.“ den Steigerturm für die Begegnungen der BerghoferInnen fertiggestellt haben.]

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Die Urkunde von 1229 darf natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Ort Berghofen (Höfe auf dem Berge) mit Sicherheit wesentlich älter ist. Das geht zunächst einmal aus dem Namen selbst hervor: das Wort „-hof“ ist an sich altsächsisch in der Bedeutung von Herrenhof. Davon abgeleitet weist „-hofen“ immer auf eine Ansiedlung um den „-hof“ herum. In dieser Bedeutung wurde der Name von den Franken unter bischöflich-kölnischem Einfluss gebraucht und verbreitet, als sie nach 775 unser Gebiet besetzten und zehn weiteren Siedlungen einen „-hofen“-Namen gaben. Aldinghofen (untergegangen), Benninghofen, Didinghofen (untergegangen), Eichlinghofen, Ermelinghofen (untergegangen), Niederhofen, Wandhofen, Westhofen, Wellinghofen und Wichlinghofen.

Berghofer Waldfluren

Zeichnung: Helmut Treude

Aller Wahrscheinlichkeit nach ist aber in der sächsisch-fränkischen Zeit zwischen 700 und 800 hier nur eine Neugründung erfolgt, gibt es doch heute noch im Ortsbereich Namen, die aus einer wesentlich älteren Zeit stammen, so z. B. „Loh“ [althochdeutsch „lô“ = Wald oder Feuchtgebiet, Anm. B.T.] im Straßennamen Ringeloh. Das Wort „Loh“ gehört zu den ältesten germanischen Grundwörtern und berechtigt zu dem Schluss, dass hier oben im Waldesdickicht des Ardeys unsere germanischen Vorfahren bereits vor 2000 bis 3000 Jahren eine Siedlung angelegt haben.

Erhärtet wird diese Annahme noch durch die beiden Hügelgräber im nahen Schwerter Wald, die ebenfalls ein Alter von rund 3000 Jahren haben. Während das eine Grab oberhalb „Nathe“ noch erhalten ist, wurde das zweite, das im Jahre 1905 wissenschaftlich untersucht worden war, 1977 durch den Bau des Funkturms der Bundespost zerstört. lm Inneren des Grabhügels, der einen Durchmesser von 10 Metern und eine Höhe von 0,70 Metern hatte, befand sich eine etwa 2m x 1m große Steinbettung, auf der die Asche eines verbrannten Menschen lag.

Wie die Stämme dieser vorgeschichtlichen Menschen hießen, wissen wir nicht. Sichere Nachricht haben wir von dem germanischen Stamm der Brukterer, unter denen von 690 bis 693 der angelsächsische Missionar Suitbertus wirkte und den christlichen Glauben verbreitete. lm Jahre 693 drangen dann die Sachsen von Norden her über die Lippe in den Brukterergau ein. Das Gebiet wurde von ihnen „übersiedelt“, d. h. die sächsischen Edelinge nahmen das Land in Besitz, und die im Lande verbliebenen Brukterer wurden Hörige. Unter der Sachsenherrschaft ging der christliche Glaube weitgehend verloren. Die Christianisierung war zunächst weitergegangen, fand aber mit dem gewaltsamen Tode der angelsächsischen Priester, dem weißen und dem schwarzen Ewald, um das Jahr 695 in Aplerbeck ein vorläufiges Ende.

Nur knapp einhundert Jahre waren die Sachsen uneingeschränkte Herren des alten Brukterergaues. Der nach einem abendländischen Großreich strebende fränkische König Karl dehnte seine Eroberungszüge bald auch auf das Sachsenland aus. In einem mehr als 30 Jahre dauernden Ringen von 772 bis 804 konnte er die Sachsen bezwingen. Die Eroberung der Sigiburg (Hohensyburg) im Jahre 775 machte die Franken zu endgültigen Beherrschern unserer engeren Heimat. Durch die Gesetze von Lippspringe wurde 782 die fränkische Gau-, Gerichts- und Heeresverfassung eingeführt.

Die Christianisierung des Sachsenlandes war u. a. ein erklärtes Ziel der Franken gewesen und erfolgte zügig und gründlich. An vielen Orten entstanden in der Folgezeit Kirchen und Abteien, die mit Grund und Boden reich ausgestattet wurden. Der „Kirchenzehnte“, eigentlich die Abgabe des zehnten Teiles von allem, was auf einem Hof erwirtschaftet worden war, sorgte für den Unterhalt der Kirche mit all ihren Einrichtungen und Bediensteten. Zu den fünf Urpfarreien, die im alten Brukterergau gebildet wurden, gehörte Dortmund. So wundert es nicht, dass eine Urkunde von 1407 davon meldet, dass das Soling-Gut in Berghofen jährlich 16 1/2 Malter Korn (etwa 1,3 t), 2 Hühner, 2 Fuder Holz und eine bestimmte Summe Geldes an die Marienkirche in Dortmund zu liefern habe.

Während alle Häuser des alten Dorfes Berghofen aus Fachwerk bestanden, wurde schon zur Zeit der Sachsen für die Edelinge ein „festes Haus“ aus Bruchsteinen errichtet und mit einem Wassergraben umgeben. In solche Gräftenhöfe setzten die Franken ihre fränkischen oder frankentreuen Verwalter, die später zu Grafen oder Rittern erhoben wurden. Die Ritter – oder die Herren von Berghofen – sind bis zum Jahre 1426 nachzuweisen. Nachfolger im Besitz wurden die Herren von Eickel (Eickel liegt nördlich von Bochum). Als 1712 die Witwe des Wilhelm Dietrich von Eickel den Wilhelm Dietrich von Elverfeld zu Herbede heiratete, ging das Haus an diese ursprünglich aus Elberfeld stammende Familie über. Seit jener Zeit wurde das Haus Berghofen nicht mehr von seinen Eigentümern bewohnt, sondern von Pächtern bewirtschaftet, bis es 1966 in den Besitz des Herrn Gerd Carl überging, der auf dem alten, geschichtsträchtigen Gelände die Baustoffhandlung Sommrey betreibt.

Haus Berghofen um 1948. Das rechte Gebäude (die Remise) steht noch heute am Fasanenweg, Ecke Selzerstraße

Haus Berghofen um 1948. Das rechte Gebäude (die Remise) steht noch heute am Fasanenweg, Ecke Selzerstraße

Um die Jahrhundertwende [zum 20. Jhdt., Anm. B.T.] gehörten zum Haus Berghofen etwa 500 Morgen Wald, Wiese und Acker. 1905 kauften allein die Dortmunder Stadtwerke 260 Morgen Wald und Wiese für ihre Wasserversorgungsanlagen und wurden damit zum Eigentümer des Berghofer Waldes.

Von den rund 16 Höfen und Kotten des Dorfes waren im Laufe der Jahrhunderte elf dem Hause Berghofen gegenüber lehnspflichtig geworden, d. h. der Herr des Hauses Berghofen war der Eigentümer dieser Höfe und lieh sie (deswegen „lehnspflichtig“) an die jeweiligen Bauern.

Das alte Dorf lag im Bereich der Straßen [Berghofer] Schulstraße, Kneebuschstraße, Blausielweg, Igelweg, Iltisweg und Hirschweg. Der Dorfkern [die historische Dorfmitte mit dem heutigen Steigerturm, Anm. und Hervorhebung B.T.] ist leicht an diesen „krummen“ Straßen zu erkennen. Die Germanen bauten nämlich zuerst ihre Höfe und verbanden sie dann miteinander mehr schlecht als recht durch Wege.

Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts war Berghofen ein Bauerndorf, rings umgeben von Wald, der vor Feinden – Mensch und Tier – schützen sollte und der nur noch im Süden erhalten geblieben ist.

Und doch sah das Leben und Treiben dieses Dorfes etwas anders aus als in Bauerndörfern ähnlicher Größe, gab es doch in Berghofen Ende des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts nicht weniger als 30 Kohlen- bzw. Eisensteinzechen. 1864 heißt es in einem Bericht des Berghofer Gemeinderates: „Über die Hälfte der Eingesessenen unserer Commune (= Gemeinde) sind eingeschriebene Bergleute“.

Die Erinnerung an diesen alten Bergbau ist weitgehend verblasst. Am Fuße des Denkmals im Ehrental steht ein Vermessungsstein der Zeche Elisabeth. Die Wasserführung der Eisensteinzeche Ruhfuß ist noch intakt, das ausströmende Wasser wurde in den Kinderspielplatz am Pottenkamp (Grenze Berghofen – Loh) einbezogen. Der Ingenieur Dinnendahl baute an der Wittbräucker Straße eine „Wasserkunst“, d. h. eine Pump- und Förderanlage für die Zeche Elisabeth mit einem 9 m hohen Wasserrad. Nach ihm und seine Anlage sind auch Straßen in Berghofen benannt. Straßennamen sind es auch, die die Erinnerung an vier Männer wach halten, die um 1800 als Bergbaufachleute aus dem alten Bergbaugebiet von Mansfeld am Ostrand des Harzes hierher kamen, um den Bergbau zu „modernisieren“: Christian Friedrich Klewitz, Gottlieb Reiser, Dietrich Schmuck und Gottfried Malritz. „Neuflöz“ und „Wasserbank“ endlich sagen uns, dass Flöze dieses Namens unter Berghofen liegen und jahrhundertelang abgebaut wurden.

Die Berghofer Eisenstein- und Kohlezechen haben mit dazu beigetragen, dass 1841 der aus Iserlohn stammende Hermann Dietrich Piepenstock auf dem alten Hörder Burggelände sein Stahlwerk, die Hermannshütte, errichtete, die als Werk Phönix der Hoesch Hüttenwerke AG bis heute [1979] das Leben rechts und links der Emscher weitgehend bestimmt.

Hatte sich die Einwohnerzahl Berghofens von 300 im Jahre 1808 auf 715 im Jahre 1840 erhöht, so erfolgte nun mit zunehmendem Ausbau der Hermannshütte eine wahre Einwohnerexplosion: 1850: 1.190,1860: 2.000, 1880: 2.900,1900: 5.400,1912: 7.000 Einwohner. 1968 lebten hier 10.000 Menschen und heute hat Berghofen etwa 12.500 Einwohner.

Der gewaltige Zustrom neuer Bewohner brachte der Gemeinde schwere Sorgen: Mit der Bevölkerung wuchsen auch die allgemeinen Anforderungen an die Gemeinde wie Straßenbau, Kanalisation, Wasser-, Gas- und Stromversorgung, Müllabfuhr, Schulbau und vieles andere mehr.

Aber die Einnahmen fehlten weitgehend, denn Berghofen war eine „Schlafstadt“ geworden, in der es keine industriellen Betriebe gab, die mit ihrem Steueraufkommen die wichtigen Gemeindeaufgaben hätten finanzieren können. So ist es nicht verwunderlich, dass bereits im Jahre 1900 mit der Stadt Hörde – damals noch ergebnislos – über die Eingemeindung Berghofens verhandelt wurde. 1911 zerschlug sich ein weiterer Plan, nach dem schon damals Berghofen nach Dortmund eingemeindet werden sollte. Auch 1921 kam ein ähnlicher Plan nicht zustande. 1926 sollte dann die Zusammenlegung der drei Orte Aplerbeck, Schüren und Berghofen die trostlose Finanzlage dieser Gemeinden bessern helfen. Als auch dieser Plan scheiterte, kam es dann am 1. August 1929 zur Eingemeindung in die Stadt Dortmund.

Von der stürmischen Entwicklung Berghofens war die Schule naturgemäß stark betroffen. 1750 hören wir von dem ersten Lehrer in Berghofen, Johann Wilhelm Eggenstein. Vorher gingen die Kinder in die Schule nach Aplerbeck. 100 Jahre lang gab es eine Schulklasse in Berghofen. 1895 war die Schülerzahl auf 772 angestiegen und erreichte 1914/15 mit 1.421 Schülern den höchsten Stand. Entsprechend dieser Zahlen mussten die Schulhäuser errichtet werden: von 1852 bis 1912 waren das sechs neue Gebäude. Als erstes entstand 1852 an der alten Dorfstraße (heute Berghofer Schulstraße) in der Nähe des Schulhauses, das wir nur von einem alten Plan her kennen und des kleinen Fachwerkhauses, das erst 1962 abgerissen wurde, ein Gebäude aus Bruchsteinen, 1872 daneben ein Ziegelsteinhaus. 1889 wurde am Hirschweg die sogenannte Kapellenschule und 1901 auf demselben Grundstück ein weiterer Bau errichtet. Dann folgte 1905 am Ölpfad im Bickefeld die Schillerschule und 1912 endlich die heutige Busenbergschule an der Busenbergstraße. Von all diesen Häusern sind nur noch die beiden am Hirschweg und das an der Busenbergstraße vorhanden und werden von der Busenberg-Grundschule genutzt.

Wie das schulische, so wurde auch das kirchliche Leben während der letzten 80 Jahre völlig verändert. Während der Reformation war Berghofens Bevölkerung evangelisch geworden und gehörte zur St.-Georgs-Gemeinde in Aplerbeck. Hier fanden die Taufen, die Gottesdienste und die Beerdigungen statt. Der Weg dorthin hieß entsprechend „Ostkirchstraße“. 1872 bekam Berghofen einen eigenen Pfarrer (Georg Kipper), und 1889 wurde zusammen mit der Schule am heutigen Hirschweg eine Kapelle gebaut. Ab 1895 ist die evangelische Kreuzgemeinde selbstständig. Sie baute 1929/30 am Fasanenweg aus heimischem Bruchstein die Kreuzkirche.

Die katholischen Bewohner Berghofens gehörten zunächst zur Stiftskirche in Hörde. Ab 1903 wirkte in Berghofen ein eigener Priester (Franz Bruns). lm Saale Knickenberg (heute „Zum Steigerturm“) wurde die erste Messe gefeiert. Bereits 1904 konnte die Kirche an der Busenbergstraße eingeweiht werden. Für die immer größer werdende St.-Josephs-Gemeinde war das Gotteshaus bald zu klein geworden. 1969 wurde mit dem Bau einer neuen Kirche gegenüber der alten begonnen. Am 21. August 1971 konnte das Gotteshaus eingeweiht werden.

Über 10.000 Menschen sind in den letzten hundert Jahren nach Berghofen geströmt. Für sie musste Wohnraum geschaffen werden. Es hatte begonnen mit den einfachen Bergmannskotten, wie wir sie noch heute in der Berghofer Mark, dem damaligen Neubaugebiet und an der Berghofer Straße, der Schüruferstraße und der Wittbräucker Straße, d. h. an den Ausfallstraßen, finden. Hier waren Ver- und Entsorgung gesichert, und hier waren die Bauern am ersten geneigt, Bauland zu verkaufen.

Es folgten die noch verhältnismäßig bescheidenen 1 ½-stöckigen Häuser und dann die mehrstöckigen Miets- und Geschäftshäuser, ebenfalls an den Ausfallstraßen.

Den ersten Siedlungsbau unternahm der Berghofer Geschäftsmann Wilhelm Harde im Gebiet der Straßen Dachsweg – Wittbräucker Straße, wo von 1875 bis 1884 sieben Häuser entstanden, die alle noch vorhanden sind. Erst nach dem 1. Weltkrieg setzte in Berghofen der eigentliche Siedlungsbau ein. Er ist bis heute noch nicht abgeschlossen. Immer mehr Bauernland verschwand, neue Straßen wurden geplant und gebaut, und so liegt heute ein Kranz von Siedlungen rund um den alten Dorfkern: die Busenberg-Siedlungen, die Siedlungen am Buchenacker, die Siedlung Christliche Familie westlich der Ostkirchstraße, die Haselhoff-Siedlung, die Edelsteinsiedlung und einige andere mehr.

Siedlungen verführen dazu, dass sich ihre Bewohner absondern und keine feste Bindung zu ihrem neuen Wohnort finden. Kulturelle Einrichtungen der verschiedensten Art, aber auch städtebauliche Maßnahmen (Dorfmittelpunkt), Begegnungsstätten und ähnliches können dem entgegenwirken. [Hervorhebung Burkhard Treude, Feb. 2016]

Vielleicht helfen auch die 750-Jahr-Feier und dieser kleine, stark geraffte geschichtliche Überblick über das Gemeinwesen Berghofen, die Bindung aller Neubürger an diesen Ort zu festigen.


H. Treude 750-Jahrfeier Berghofen

Helmut Treude (rechts) beim Festumzug „750 Jahre Berghofen“ zusammen mit Heinrich Gerke am 23.09.1979

Der Autor Helmut Treude war von 1946 bis 1977 Lehrer (bis zu seiner Pensionierung Rektor) an der Busenbergschule. Als Heimatkundler ist er vielen ehemaligen Schülern durch seine Publikationen „Heimatbuch für Dortmund“ (1965) und seine Mitarbeit am „Atlas für Dortmund und Umgebung“ (1961) in Erinnerung. Seine „Dortmunder Wanderpläne“ stehen noch in vielen Bücherregalen. Seine „Geschichte der Berghofer Volksschulen“ (1998 herausgegeben von Dr. Ingo Fiedler) gilt als Standardwerk der Berghofer Schulgeschichte. Im Vorwort zu diesem Buch schreibt der Herausgeber: „Ein ganz besonderer Höhepunkt in Helmut Treudes Schaffen war die 750-Jahrfeier Berghofens. Mit viel Arbeitsaufwand nahm er an den Vorbereitungen des Festzuges teil. Sein eigener Beitrag war eine Ausstellung zur Berghofer Geschichte, die von der ältesten Urkunde bis zur Gegenwart die Entwicklung des Ortes zeigte.“

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