Wandmalerei bleibt erhalten – als Foto-Dokument

Beim Umbau des Steigerturms zu einem Kultur-, Bildungs- und Begegnungszentrum wird der Bereich der ehemaligen Garagen vergrößert, damit ein großer Veranstaltungsraum entsteht. Dafür muss die Wand weichen, auf der die Jungs vom Löschzug 13 damals das schöne Bild des Löschfahrzeugs LF25 aufgemalt haben.

Unter Federführung von Heinrich Pingel und Mitwirkung von Ulrich Weber und Joachim Gundlach ist auf der Grundlage eines Dias von Franz Josef Gundlach etwas entstanden, woran sich viele Feuerwehrleute und Besucher des Steigerturms gerne erinnern.

Damit das nicht verloren geht, hat „Unsere Mitte Steigerturm“ den Berghofer Fotografen Dirk Leiß ( facebook: LD-Foto, https://ld-fotografie.net/ ) engagiert, der das Gemälde professionell und ehrenamtlich abgelichtet hat. Sobald der umgebaute Steigerturm 2022 in Betrieb geht, wird das Bild in verschiedenen Varianten zur Verfügung stehen.

KunstMaskenAktion am Steigerturm

Die Berghofer Künstlerin Anette Göke hat gemeinsam mit dem Dortmunder Fotografen Dirk Leiß eine Kunst- und Spendenaktion gegen sogenannte „Querdenker“ ins Leben gerufen. Dabei geht es darum, jedem eine Stimme zu geben, der nicht auf Demonstrationen gehen möchte, sondern zuhause bleibt und Maske trägt, um andere zu schützen. Für diese Aktion wurde von Anette Göke eine 2,80 m breite und 1,50 m hohe Riesenmaske angefertigt und bemalt. Burkhard Treude und Winfried Liebig von „Unsere Mitte Steigerturm“ ließen sich vor der alten Feuerwache mit dem Plakattext „Gemeinsam zusammen“ ablichten.

Foto: Dirk Leiß
www.ld-fotografie.net

Interessierte können sich für eine Spende von fünf Euro mit der Kunstmaske und verschiedenen Slogans (u.a. „Wir tragen Masken aus Respekt“ – „Wir für Euch“ – „Dortmund gegen Quer“ – „Lieber Maske als krank“ – „Wir schaffen das nur gemeinsam“) fotografieren lassen. Anfang Januar 2021 werden die Standorte bekannt gegeben, an denen Interessierte sich mit der Großmaske abbilden lassen können. Geplant sind Stationen wie das Dortmunder U, das Hafenamt, das Lanstroper Ei, Phoenix West, das Westfalenstadion, das Schloss Bodelschwingh und die Zeche Zollern. Die Termine werden Anfang Januar in den Medien bekannt gegeben.

Auch Vereine, Ateliers, Galerien, Firmen, Schulen und andere Institutionen können sich für die Fotoaktion melden und erhalten individuelle Termine, immer zu den aktuellen Corona Bedingungen. Alle Spenden für die Fotos gehen an die Stiftung „Kinderglück“. Eine Anmeldung für die Fotoaktionen ist nur per E-Mail möglich über kunstmaskenaktion@fn.de .

Anette Göke arbeitet aktiv bei “Unsere Mitte Steigerturm” mit.

Herzliche Grüße zum Fest

Gestaltet vom Hofatelier, Kneebuschstr. 9 in Berghofen
www.hofatelier-dortmund.de

Mit dieser Karte möchten wir all denen „Dankeschön“ sagen,
die uns im letzten Jahr auf vielfältige Weise unterstützt haben.
Für das – hoffentlich bessere – neue Jahr
wünschen wir Gesundheit und Wohlergehen.

Winfried Liebig & Burkhard Treude
Unsere Mitte Steigerturm e.V.

Brandaktuell vor Weihnachten: Steigerturm NEWS 3/2020

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Der „höchste“ Weihnachtsbaum Dortmunds steht jetzt auf dem Steigerturm

Pünktlich zum 1. Advent hat „Unsere Mitte Steigerturm“ wieder einen glitzernden Baum auf dem Turm der alten Feuerwache installiert. Gespendet wurde der Baum von Gärtnermeister Dirk Scholz, dem wir hiermit ein herzliches Dankeschön sagen. Vorbereitet für das Einstielen in die von Mirko Glotz konstruierte Metallhülse am Geländer der Turmplattform wurde der Baum durch Sebastian Wandmacher (mit super scharfem Handbeil) und Burkhard Treude.

Die meiste Arbeit hatten zwei Männer vom Löschzug 13 der Freiwilligen Feuerwehr Berghofen, die den Baum mitsamt der Lichterketten oben auf dem Dach des Steigerturms befestigten: Sven Reichel (auf dem Foto links) und Andreas Kulick haben unsere Anerkennung verdient.

Wegen eines Problems mit der Stromversorgung der Schaltuhr konnte der Baum leider nicht schon am Abend des 1. Advents leuchten. Unser Mitglied Jan Krawczyk-Andreas hat uns dabei geholfen, das Problem zu lösen. Danke dafür!

Der Steiger im Bergbau – und was der Steigerturm damit zu tun hat

Anders als von manchen Berghofern angenommen, ist der Begriff „Steiger“ keineswegs auf den Bergbau beschränkt, sondern nimmt in der Geschichte der Feuerwehr einen festen Platz ein.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts setzten Feuerwehren so genannte „Steiger“ – allesamt Turner – mit neuartigen Hakenleitern ein (hier auf dem Foto der Berghofer Wehr am Steigerturm in den 1920er Jahren gut zu erkennen), die die Dächer der umliegenden Gebäude erstiegen, um den Brand abzuriegeln und von den Dächern aus zu bekämpfen. Die Brandbekämpfung hatte sich durch den Einsatz der Steiger aus ihrer Beschränkung auf die Verteidigung gelöst und hatte die Angriffsfähigkeit gewonnen. „Das Löschwesen ist Turnwesen“, hatte Carl Metz – der Gründer der Maschinenfabrik Carl Metz in Heidelberg zur Herstellung von Feuerlösch- und Rettungsgeräten und Pumpsystemen – in seiner Flugschrift vom Juni 1848 festgestellt. Das galt auch bei sämtlichen neu gegründeten Berufsfeuerwehren, die Turnlehrer beschäftigten.

In der Dissertation „Die freiwilligen Feuerwehren in der Rheinprovinz bis 1918“ S. 177, der Veröffentlichung „Geschichte des Feuerschutzes in Rheinland und Westfalen“ (S. 95 mit dem hier abgebildeten Zitat), der Zeitschrift „Der Feuerwehrmann“ von 1907 (S. 8 mit den hier abgebildeten Anzeigen) sowie der Zeitschrift „Feuer und Wasser in Stadt und Land“ von 1907 (S. 6) finden sich dafür zahlreiche Belege.

Im Festbuch der Freiwilligen Feuerwehr Berghofen zum 90-jährigen Bestehen der Wehr 1983 wird das älteste überlieferte Protokoll vom 18.12.1921 zitiert: „Wehrführer und 1. Vorsitzender: Brandmeister Wilhelm Küster … 1. Steigerführer: L. Mohr, 2. Steigerführer: Karl Trappmann.“ Heutzutage kommt der „Angriffstrupp“ den Steigern am nächsten.

Und was hat der „Steiger“ im Kohle-Bergbau mit den Feuerwehrleuten zu tun? Die Funktion des „Steigers“ entstand ursprünglich im viel älteren Erz-Bergbau. Erzlagerstätten stehen auf Grund ihrer Entstehung häufig steil im Gebirge. Daher waren die Arbeitsplätze der Bergleute – dort, wo das Mineral abgebaut wurde – übereinander angeordnet. Um ihrer Aufsichtspflicht zu genügen, erreichten die Steiger die einzelnen Abbauorte über „Fahrten“ – so nennt der Bergmann die Leitern. Es waren also ähnliche „Kletter“-Fähigkeiten gefordert wie bei den Feuerwehrleuten mit ihren Hakenleitern. Später wurde der „Steiger“ zu einer Führungskraft/Aufsichtsperson im Bergbau.

Burkhard Treude

Ein herzlicher Dank für Hinweise zu dieser Thematik an Ralf Hellmann (Brandinspektor Löschzug 13 FFW Berghofen), Michael Thissen (Feuerwehr-Historiker) und Dr. Volker Schacke (Bergbau-Ingenieur und -Historiker)

Berghofer Historiker geehrt

Der Dortmunder Stadtheimatpfleger Dr. Mathias Austermann schreibt in der neuesten Ausgabe von „Heimat Westfalen“, dem Organ des Westfälischen Heimatbunds, über den Berghofer Dr. Ingo Fiedler, der auch für den Steigerturm als Gutachter tätig war und dem ehemaligen Feuerwehrgebäude bescheinigte, die einzige erhaltene „Landmarke“ in der historischen Mitte des alten Berghofen zu sein.

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